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Darunter verstehe ich ein friedvolles, gemeinschaftliches Miteinander innerhalb klarer Strukturen. Jeder Hund hat hier seinen Platz, den er seinen Kompetenzen gemäß ausfüllt, jedoch ohne unbeweglich und starr darin zu sein.

Straßenhunde zeigen diese „kultivierten“ Umgehensweisen zumeist in der reinsten Form. Beispielsweise praktizieren sie eine Begrüßungskultur untereinander, von der wir Menschen uns eine Menge abgucken könnten.

Um Missverständnissen gleich von vornherein vorzubeugen und klare Verhältnisse zu schaffen, nehmen diese autarken Hunde sich nämlich viel Zeit. Ein Gut, was in unserer schnelllebigen Gesellschaft oftmals zu kurz kommt, jedoch hilfreich wäre, trägt es doch erheblich zur Verständigung untereinander bei. Lassen wir unseren Haushunden wirklich diese Zeit, wenn wir mit ihnen spazieren gehen? Und wie viele unangenehme Situationen könnten wesentlich entspannter für Hunde und Halter gestaltet werden, wenn auch wir ein wenig „interkultureller“ unterwegs wären? Im Hier und Jetzt zu sein, ein Zustand, der für Hunde ebenfalls vollkommen natürlich ist, den wir Menschen jedoch verlernt zu haben scheinen.

Wir sind mit dem Gedanken an gestern, oder mit der Planung für morgen beschäftigt. Wie sehr wir nicht nur uns, sondern auch unsere Hunde damit aus dem Gleichgewicht bringen, zeigt sich unter anderem daran, dass wir versuchen z.B. durch Manipulation eine Form der Kontrolle zu gewinnen. Hunde aber gestalten Kontakte aktiv aus gegenseitiger Wertschätzung und Kenntnis voneinander heraus.


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